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Salzburg - AENEAS Maßnahme 1
Mobility Management für ältere Menschen
 

Mobilitätstag in der Zentralgarage des StadtBus Salzburg
 
Vorträge und Vorführungen in entspannter Atmosphäre
 
Auch die Unterhaltung kommt nicht zu kurz

Hintergrundinformation

Mobil zu sein bzw. mobil zu bleiben hilft älteren Menschen am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben und steigert deren Lebensqualität. Abgesehen von zu Fuß gehen nützen ältere Menschen unterschiedlichste Fortbewegungsarten und Transportmittel wie zum Beispiel Autos, Fahrräder, öffentlichen Verkehr, Taxis ebenso wie spezielle Transport Services.

Wie in den meisten europäischen Städten basiert die Mobilität von Erwachsenen auch in Salzburg auf dem Autoindividualverkehr. In vielen Fällen weiß man einfach zu wenig über Alternativen zum eigenen Auto Bescheid. Darum werden im ersten Schritt verschiedenste umweltfreundliche Fortbewegungsmöglichkeiten aufgezeigt und in der Folge wollen wir vor allem ältere Menschen ermutigen, den öffentlichen Verkehr und andere Energie effiziente Transportmöglichkeiten häufiger zu nutzen.

Dies allein reicht allerdings nicht aus das Mobilitätsverhalten zu ändern und so ist es notwendig Barrieren und Hemmschwellen abzubauen, die ältere Menschen von der Nutzung des öffentlichen Verkehrs abhalten. Auf die Bedürfnisse älterer Menschen einzugehen, sehen wir als eine Grundvoraussetzung, die unserer Zielgruppe eine Änderung des Mobilitätsverhaltens erst ermöglicht. Unser Hauptziel ist es, die Mobilität älterer Menschen vor allem durch die Nutzung des öffentlichen Verkehrs zu fördern und sie dabei zu unterstützen ihre Aktivität so lange wie möglich zu erhalten.


Marketing und PR–Kampagne & Mobilitätstag

Erstmals fand der Mobilitätstag im Jahr 2006 statt und entwickelte sich seither zu einer bei älteren Menschen sehr beliebten, jährlich statt findenden Veranstaltung. Das lokale Verkehrsunternehmen „StadtBus“ ladet gemeinsam mit dem ZGB Zentrum für Generationen & Barrierefreiheit Seniorenorganisationen, Unternehmen, Institutionen, und private Initiativen, die sich mit der Mobilität für Senioren beschäftigen ein, ihre Produkte und speziellen Services im Rahmen der Veranstaltung der Zielgruppe zu präsentieren.

So verwandelt sich einmal im Jahr die Obus-Garage des StadtBus zu einer Messehalle, bei der die teilnehmenden Organisationen sich und ihre Leistungen vorstellen. Die an einem Ort gebündelte Information erleichtert so älteren Menschen und deren Angehörigen den Zugang zu für sie wichtigen Informationen. Eine Ausstellung von Bussen und Führungen durch die Leitstelle steigern die Anziehungskraft der Veranstaltung vor allem bei, den sonst eher schwer zu erreichenden, älteren Männern. Zusätzlich gibt es Expertenvorträge zum Themenschwerpunkt ältere Menschen und Mobilität sowie zur sicheren Nutzung des öffentlichen Verkehrs. Ein buntes Unterhaltungsprogramm und regionale Köstlichkeiten rahmen das Angebot ab.

Der Mobilitätstag wird mit Foldern und Postern in den Obussen angekündigt und mit Artikeln in den lokalen Zeitungen und Radiosendern propagiert. Zudem wird der Multiplikatoreffekt über die Kontakte der teilnehmenden Organisationen zu ihren Kunden zur genützt.

Neben dem Mobilitätstag werden regelmäßig Marketing und PR Kampagnen, Informationsstände an Wochenmärkten und Kundenbefragungen durchgeführt sowie die Zielgruppe mittels Direkt-Mail über Neuigkeiten informiert. Darüber hinaus werden zielgruppenspezifische Informationsmaterialien gestaltet und stehen das StadtBus Team auch telefonisch für individuelle Anliegen zur Verfügung. Presseaussendungen sowie ein kontinuierlicher Kontakt zur lokalen Presse unterstützen die Verbreitung unserer Anliegen. Der StadtBus möchte so seine Rolle als wichtigstes lokales Verkehrsunternehmen unterstreichen und zeigen, dass ältere Menschen ihm als Fahrgäste am Herzen liegen.


Erfahrungen aus Salzburg

Die guten Teilnehmerzahlen der letzten Jahre zeigen, dass es eine große Nachfrage an Informationen über Produkte und Leistungen gibt, die ältere Menschen in ihrer täglichen Mobilität unterstützen. Es wird deutlich, dass bedeutend mehr ältere Frauen sich um Hilfe und Informationen bemühen, als ältere Männer. Zudem wird sichtbar, dass für viele ältere Menschen, die das Radfahren oder das Lenken des eigenen Autos aufgeben mussten, ein einfach zugänglicher und gut funktionierender öffentlicher Verkehr die Grundvoraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben darstellt.

Die Evaluation lässt erkennen, dass mehr als 95 % der Mobilitätstagsbesucher, die Veranstaltung als eine sehr hilfreiche Plattform erkennen, wo sie an einem Tag und einem Ort von einem weitreichenden Service- und Informationsangebot profitieren können.

Zudem zeigt sich, dass eine gute Pressearbeit unbedingt notwendig ist um so viele Besucher wie möglich anzuziehen. Ein Rahmen- bzw. Unterhaltungsprogramm mit Tombola, Musik sowie Gutscheine für Freigetränke oder Snacks hilft dabei, die Besucherzahlen zu steigern.

Die alleinige Verantwortung für den Inhalt dieser Publikation liegt bei den AutorInnen. Sie gibt nicht unbedingt die Meinung der Europäischen Gemeinschaften wieder. Die Europäische Kommission übernimmt keine Verantwortung für jegliche Verwendung der darin enthaltenen Informationen.