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Salzburg - AENEAS Maßnahme 3
„Salzburg er-fahren“
 

Das Organisationsteam mit den druckfrischen Foldern
 
Die Fahrgäste freuen sich über die Aufmerksamkeit die Ihnen durch dieses Projekt zu Teil wird
 
Ein Grund mehr den Bus zu nehmen!

Hintergrundinformation

Viele Autofahrer in kleinen oder mittelgroßen Städten in Europa sehen den öffentlichen Verkehr nicht als Fortbewegungsmöglichkeit. Darüber hinaus wird das Auto in 50% der Fälle für Wege genutzt, die weniger als 5 Kilometer lang sind. Oft wird eingewendet, dass der öffentliche Verkehr zu langsam, unflexibel und in bestimmten Fällen sogar zu teuer ist. Umweltfreundlichkeit und Energieeffizienz des öffentlichen Verkehrs werden nur allzu selten als persönliche Vorteile gesehen.

Die Herausforderung ist es also, die Vorteile des öffentlichen Verkehrs auch für Atuofahrer sichtbar zu machen. Neben bestehenden Anreizen wie Kombitickets für Sport- und Kulturveranstaltungen und den öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es wenig Anreize für Autofahrer auf den öffentlichen Verkehr umzusteigen. So ist das Ziel nicht nur ältere Menschen dazu zu bewegen den Obus für Freizeitaktivitäten zu nutzen, sondern seine Nutzung auch für ältere Touristen attraktiv zu machen.


Salzburg er-fahren

Bereits in der Planungsphase wurden ältere Menschen bei der Umsetzung dieser Maßnahme miteinbezogen. So wurden SeniorInnen eingeladen ihr Wissen und ihre Erinnerungen über Salzburg in das Projekt einzubringen. Gemeinsam mit Reiseführern wurden interessante Bauwerke, Parkanlagen, Museen usw. entlang der Salzburger Obuslinien definiert. In weiterer Folge wurde eine Auswahl getroffen und für jede der sieben Hauptobuslinien ein kleiner Reiseführer gestaltet.

Um ältere Menschen dazu zu ermutigen ihre Besichtigungs-Obus-Fahrten mit Spazierengehen zu verbinden, gibt es in jedem der Reiseführer zumindest zwei Empfehlungen für kurze Spaziergänge. Ergänzend dazu befinden sich ein Übersichtsplan der jeweiligen Linie sowie hilfreiche Informationen über Länge der Spaziergänge, öffentliche Toiletten, Verweilmöglichkeiten und Barrierefreiheit.

Der erste Reiseführer wurde im April 2010 im Rahmen einer Sonderfahrt, unter dem Beisein der lokalen Presse, vorgestellt. Wie auch bei den Fahrten der anderen Linien wurden die Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten von einer Reiseführerin erläutert. Alle sieben Reiseführer sind kostenlos in den Service-Centern erhältlich und wurden an Seniorenorganisationen verteilt bzw. mittels Direkt-Mail an die Zielgruppe versendet.


Erfahrungen aus Salzburg

Bei allen organisierten Sonderfahrten war der Zuspruch der Teilnehmer sehr hoch. Vor allem die charmante Begleitung durch die ReiseführerInnen fand großen Anklang. Die Evaluation zeigt, dass mehr als 98% der Teilnehmer auch in näherer Zukunft den Obus für Freizeitaktivitäten in Anspruch nehmen wollen. Viele von ihnen versicherten, Salzburg auch anhand der anderen Reiseführern zu er-fahren.

Auf diesem Wege kann der öffentliche Verkehr als positive Alternative zum Autoindividualverkehr vorgestellt werden. Viele Menschen, die üblicherweise das Auto als Transportmittel bevorzugen, konnten so dem Obus bzw. der Nutzung des öffentlichen Verkehrs herangeführt werden. Es ist besonders erfreulich, dass mit dieser Maßnahme auch Personen erreicht werden können, die nicht gewohnt sind den Obus zu nutzen bzw. über Jahre nicht genutzt haben.

Die alleinige Verantwortung für den Inhalt dieser Publikation liegt bei den AutorInnen. Sie gibt nicht unbedingt die Meinung der Europäischen Gemeinschaften wieder. Die Europäische Kommission übernimmt keine Verantwortung für jegliche Verwendung der darin enthaltenen Informationen.